Search
  • Mannert-Gruppe: Digitale Prozesse zukunftssicher absichern

    Mannert-Gruppe: Digitale Prozesse zukunftssicher absichern

Die Mannert-Gruppe treibt ihre Digitalisierung kontinuierlich voran und investiert vorausschauend in leistungsfähige IT-Infrastrukturen, Cyberresilienz und Business Continuity.

Hintergrund: Papierlose Logistik, geschäftskritische IT

Von Gersthofen bei Augsburg aus betreibt die Mannert-Gruppe einen Firmenverbund mit vier Gesellschaften, neun Standorten und rund 350 Beschäftigten. Das Angebot reicht von Abfallentsorgung, Industrieservices, Reinigung, Wartung und Instandsetzung von Abwasserleitungen und -anlagen, Datenmanagement, Scandienstleistungen, Aktenarchivierung und Aktenvernichtung bis hin zur Vermietung von mobilen Sanitäreinrichtungen.

Für die Mannert-Gruppe ist die Digitalisierung ein zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Die IT ist das Rückgrat der operativen Prozesse: Über die zentrale IT und das IT-Team in Gersthofen werden die erforderlichen Ressourcen und Systeme für sämtliche Abläufe bereitgestellt und verwaltet – von Tourenplanung, Auftragsbearbeitung und Abrechnung bis hin zum Personalwesen. Die Fahrer arbeiten nahezu komplett papierlos – sie erhalten ihre Tourdaten per Handheld direkt aus dem ERP-System. „Unsere IT ist ein zentraler Faktor für effiziente, verlässliche und zukunftsfähige Geschäftsprozesse“, sagt Markus Ciemala, IT-Leiter der Mannert-Gruppe. Eine wichtige Basis für reibungslose Abläufe ist die IT-Infrastruktur. Sie besteht unter anderem aus einem Hauptrechenzentrum im 3-Tier-Design. Seit 2024 läuft der Primärspeicher dort auf einer Huawei OceanStor Dorado 3000. Es handelt sich um ein Flash-basiertes Storage Area Network (SAN), angebunden über Fibre Channel over NVMe. Das IT-Team betreibt die Infrastruktur größtenteils selbst, punktuell unterstützt durch den IT-Dienstleister Netz16.

Herausforderung: Backup und Disaster Recovery weiterentwickeln

Die Mannert-Gruppe verfügt über zwei Rechenzentren mit Primär- und Sekundärspeicher. Im Zuge der langfristigen Modernisierungsplanung sollte die bestehende Backup- und Disaster-Recovery-Architektur gezielt auf höhere Skalierbarkeit, kürzere Wiederanlaufzeiten und eine noch stärkere Trennung geschäftskritischer Sicherungsdaten ausgerichtet werden. „Wir wollten unsere Business-Continuity-Fähigkeiten weiter ausbauen und die Wiederherstellung zentraler Systeme noch schneller und planbarer machen“, beschreibt Ciemala die Zielsetzung.

Mit zunehmendem Datenvolumen und steigenden Anforderungen an Cyberresilienz, Wiederherstellbarkeit und regulatorische Nachweisfähigkeit ergab sich die nächste Ausbaustufe der Infrastruktur als konsequenter Schritt. Im Fokus standen effizientere Speichertechnologien, höhere Restore-Performance, unveränderbare Sicherungsstände und ein isolierter Disaster-Recovery-Standort. Hinzu kam, dass die bestehende Backup-Plattform im Rahmen des regulären Technologie-Lebenszyklus erneuert werden sollte.

Lösung: Investition in Cyberresilienz und Zukunftssicherheit

Die Mannert-Gruppe modernisiert ihre IT-Infrastruktur in regelmäßigen Investitions- und Technologiezyklen. Nachdem das Team 2024 gemeinsam mit Netz16 und Huawei den Primärspeicher mit der OceanStor Dorado 3000 erneuert hatte, folgte ab dem dritten Quartal 2025 die nächste Ausbaustufe der Backup- und Disaster-Recovery-Umgebung. Das IT-Team definierte vier zentrale Zielbilder: kürzere Wiederherstellungszeiten, effizienterer Speichereinsatz durch Deduplizierung und Komprimierung, ein isolierter Disaster-Recovery-Standort sowie eine Architektur, die die laufende Weiterentwicklung des Informationssicherheitsmanagements unterstützt. Dabei berücksichtigt das Unternehmen auch die Anforderungen aus NIS2 sowie die Vorbereitung auf eine ISO-27001-Zertifizierung.

Über Netz16 spielte die Mannert-Gruppe ihre Spezifikationen an mehrere Hersteller. Huawei setzte sich mit OceanProtect X3000 aus mehreren Gründen durch: Full-Flash-Einheiten statt langsamer HDD, Preisgarantie trotz angespanntem Hardwaremarkt sowie ein Try-and-Buy-Agreement, das umfassende Tests unter realen Bedingungen ermöglichte. „Huawei hat am flexibelsten auf unsere Anforderungen reagiert und konnte die erforderliche Hardware schnell liefern“, sagt Ciemala. Der Proof of Concept (PoC) verlief zügig. Der Mittelständler verbaute und vernetzte zunächst die Hardware an beiden Datacenter-Standorten. Innerhalb von zwei Wochen waren Installation, Restore-Tests und Feinabstimmung abgeschlossen.

Die neue Architektur besteht aus zwei Huawei OceanProtect X3000-Systemen – eines als primäre Backup-Lösung im zentralen Rechenzentrum, eines am Disaster-Recovery-Standort. Beide Systeme sind über eine dedizierte Verbindung für die Replikation der Sicherungsdaten angebunden. Dadurch wird eine klar getrennte Disaster-Recovery-Umgebung unterstützt, die nach dem Air-Gap-Prinzip auf eine zusätzliche logische und organisatorische Trennung geschäftskritischer Sicherungsdaten ausgerichtet ist. Ergänzend nutzt die Mannert-Gruppe Funktionen für unveränderbare Sicherungsstände, sodass definierte Backup-Versionen gegen nachträgliche Veränderung oder Löschung geschützt werden können.

„Mit Huawei OceanProtect X3000 sichern wir heute mehr als 400 Terabyte Daten und benötigen dabei deutlich weniger Hardware als zuvor. Die hohe Deduplizierungsrate ermöglicht uns eine effiziente Skalierung unserer Backup-Infrastruktur und schafft spürbare Vorteile bei Betrieb und Ressourcenverbrauch.“
Markus Ciemala, IT-Leiter der Mannert-Gruppe

Vorteile: Daten viermal so schnell wiederherstellen

Der größte Sprung gelang bei der Wiederherstellung der Daten. Die Restore-Performance stieg von 149 MB/s auf 650 MB/s im Durchschnitt. Heißt konkret: Eine virtuelle Maschine mit 4,5 Terabyte Speicher stellt das Team jetzt in rund 30 Minuten wieder her, früher dauerte derselbe Vorgang mehrere Stunden. Auch die Datensicherung läuft doppelt so schnell. Das Backup einer 2-Terabyte-VM gelingt heute in 15 Minuten anstelle von früher 40 Minuten. Das verschafft dem Backup-Fenster deutlich mehr Luft.

Besonders wirksam erweist sich die Deduplizierung. Die Rate liegt bei rund 16:1 und steigt mit wachsendem Datenbestand weiter an. Die Mannert-Gruppe speichert aktuell mehr als 400 Terabyte an Backups auf der Umgebung. Die Netto-Speicherkapazität wuchs von 100 auf rund 700 Terabyte. Die Huawei-Hardware ermöglicht dies durch die Kombination aus Deduplizierung und Komprimierung.

Die Replikation zum Disaster-Recovery-Standort läuft stabil und ohne manuelle Eingriffe. „Wir wollten unsere Backup- und Wiederherstellungsstrategie konsequent weiterentwickeln und unsere Cyberresilienz nachhaltig stärken“, sagt Lena Obermair vom IT-Team der Mannert-Gruppe. Die Umstellung erfolgte bewusst im Parallelbetrieb zur vorhandenen Backup-Architektur. Dadurch kam es weder zu Systemausfällen noch zu Unterbrechungen im Backup-Betrieb. Auch regulatorisch unterstützt die Investition die strategische Weiterentwicklung des Informationssicherheitsmanagements.

„Mit der neuen Backup- und Disaster-Recovery-Architektur beschleunigen wir unsere Backup und Restore-Prozesse, stärken unsere Cyberresilienz und schaffen zusätzliche Sicherheit für unsere digitalen Geschäftsprozesse.“
Lena Obermair, IT-Team Mannert-Gruppe

Über die Mannert-Gruppe – Umwelt-Service Mannert GmbH

In den 1960er-Jahren gründeten Paul und Theresia Mannert in Gersthofen bei Augsburg einen Abfallwirtschaftsbetrieb, der sich zu einem der bedeutendsten in Bayern entwickelte. In den 1990er-Jahren übernahm ihr Sohn Heinz Mannert die Geschäftsführung und richtete das Familienunternehmen auf spezialisierte Umweltdienstleistungen aus. Heute wird der Firmenverbund von Geschäftsführer Ricardo Radowski gemeinsam mit Unternehmer Heinz Mannert strategisch weiterentwickelt.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.umsema.de

Über Netz16

Der IT-Dienstleister mit Sitz in Augsburg betreut mit rund 200 Mitarbeitenden zahlreiche mittelständische Unternehmen in Süddeutschland. Das Portfolio umfasst IT-Infrastruktur, Cybersecurity, Cloud-Lösungen und Digitalisierungsprojekte. Seit 2025 gehört der Anbieter zur accompio-Gruppe, einem Managed-Service-Provider im DACH-Raum. Als Huawei-Partner begleitet Netz16 Kunden von der Beratung über den Proof of Concept bis zur Implementierung vor Ort.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.netz16.de

Huawei Enterprise Business Group 

Die Huawei Enterprise Business Group („Huawei Enterprise“) ist einer von drei Geschäftsbereichen von Huawei, einem führenden globalen Anbieter von Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT). Huawei Enterprise nutzt seine starken F&E-Fähigkeiten und seine umfassende technische Fachkenntnis, um der globalen vertikalen Industrie und Unternehmenskunden im staatlichen und öffentlichen Bereich, der Finanzindustrie, Transport und Logistik, Versorgungs- und Energieunternehmen, Handelsgeschäften und ISPs ein breites Angebot an äußerst effizienten kundenorientierten ICT-Lösungen und Services anzubieten. Die innovativen und führenden Lösungen von Huawei Enterprise decken Netzwerkinfrastruktur, Unified Communications und Collaboration (UC&C), Cloud Computing und Datenzentren, Unternehmenssicherheit und Industrieanwendungen ab.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://e.huawei.com/de/

TOP