Wenn Sie Hilfe benötigen, klicken Sie hier:

Hintergrund

Eines der zuverlässigsten Eisenbahnunternehmen Europas

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) sind eine der führenden Eisenbahngesellschaften Österreichs und bringen jedes Jahr 459 Millionen Fahrgäste und 115 Millionen Tonnen Güter ans Ziel. Mit einer Pünktlichkeitsrate von 96 % gehören sie zu den pünktlichsten Bahnunternehmen Europas. Insgesamt arbeiten 40.000 Mitarbeiter daran, täglich 1,3 Millionen Passagiere sicher an ihr Ziel zu bringen.

Bei einer jährlichen Wachstumsrate von 10–15 % im Bereich des Schienenverkehrs sehen sich die ÖBB auch einer steigenden Auslastung der Backbone-Netze konfromtiert. Daraus resultierte eine Verlangsamung dieser Netze für Fahrdienstleitung und Ticketing. Gleichzeitig müssen schnellere Züge mit modernisierten Zugsteuerungssystemen ausgestattet sein, die ebenfalls auf IKT-Lösungen basieren. Daneben planen die ÖBB den Ausbau ihres Schienennetzes, um 90 % des Landes zu erschließen. Im Zuge dieser Erweiterung sollen nicht nur neue Bahnhöfe gebaut, sondern auch die verfügbare Bandbreiten auf lokalen sowie Backbone-Netzen erhöht werden. Sämtliche bereits existierenden wie noch zu bauenden Bahnhöfe sollen mit HD-Videoüberwachungssystemen, intelligenten Bürolösungen und digitalen Eisenbahninformationssystemen ausgestattet werden. Vor diesem Hintergrund wurde die Einrichtung eines neuen Highspeed-Backbone-Netzes erforderlich, um mit der steigenden Auslastung mithalten zu können.

Herausforderungen

Ein erstklassiges Netzwerk als Trumpf

Die Bandbreite des bestehenden 10G-Netzwerkes war bereits zu 80 % ausgelastet, was zu einer unzureichenden Geräteleistung führte. Neuen Anforderungen an die drahtlose Zugsteuerung konnten wegen fehlender Bandbreite nicht entsprochen werden; eine zentralisierte Fahrdienstleitung und automatisierte Prozesse konnten daher ebenso wenig umgesetzt werden. Intelligente Büros und moderne Produktionssysteme mussten über ein Highspeed-Backbone-Netzwerk miteinander verknüpft werden, um Kommunikation und Fahrdienstleitung sicherzustellen. Gleichzeitig liegt es in der Natur des Eisenbahnwesens, dass alle Netzwerke und Kommunikationssysteme absolut sicher und zuverlässig funktionieren müssen.

Die ÖBB sind überzeugt, dass die Einrichtung eines stabilen, schnellen und hochqualitativen Netzwerkes die Grundlage jeder Weiterentwicklung der Eisenbahnkommunikation darstellen muss. Anders gesagt: Ein erstklassiges Netzwerk ist das Trumpf führender Eisenbahnunternehmen. Auf Grundlage dieser Überzeugung suchte die ÖBB einen Partner mit umfassender Erfahrung in der Implementierung von Netzwerken in Industrieumgebungen.

Lösung

Huawei DWDM Technologies

Den Vorgaben der ÖBB folgend nutzte Huawei die üblicherweise für Telekommunikationsnetze verwendete DWDM-Technologie und baute auf ihr optische Transportnetze auf.

Die auf der Tributary/Line-Trennung basierende Architektur des OTN ist darauf ausgelegt, die zur Verfügung stehende Bandbreite optimal auszunutzen und erlaubt es, auf eine Vielzahl von Diensten zuzugreifen und dabei die Flexibilität von Servicekonfiguration und Grooming zu verbessern.

Das neue Netzwerk nutzt seine Funktion als Multi-Service-OTN (MS-OTN), um OTNs und virtuelle Verbindungen (VCs) zu unterstützen, Kreuzverbindungen zu paketieren, dadurch das Ende-zu-Ende-Management für alle Diensttypen sicherzustellen und letztendlich ein zukunftssicheres, intelligentes Netz bereitzustellen.

Das neue, kohärente System verfügt jetzt über eine Bandbreite von bis zu 100 Gbit/s pro Wellenlänge bzw. bis zu 8 Tbit/s für jedes Faserpaar. Zukünftige Upgrades werden die Bandbreite sukzessive von 100G auf 400G, 1T und 2T-Kanäle pro Wellenlänge erhöhen.

Die Funktionen Fiber Doctor (FD) und Optical Doctor (OD) tragen durch automatisches Commissioning und Optimierung dazu bei, die Netzwerkqualität zu sichern und gleichzeitig die Betriebs- und Wartungskosten zu senken.

Schutzmechanismen auf elektrischer und optischer Ebene beschleunigen die Paketvermittlung und verhindern Serviceunterbrechungen. So ist die DWDM-Technologie auch für die Übertragung wichtiger sicherheitsrelevanter Daten geeignet.

Im Sommer 2016 haben Huawei und NIC Solutions gemeinsam an 52 Standorten in Österreich und Deutschland ein neues OTN ausgerollt, zu dem ein Ethernet-basiertes Management-System gehört. Die durch dieses OTN erreichte Leistungsverbesserung hat sich sowohl für die ÖBB als auch für ihre Kunden als vorteilhaft erwiesen.

Vorteile

Wettbewerbsvorteil in der operativen Steuerung

Die neue OTN-Infrastruktur hat den ÖBB sofort beträchtliche Vorteile verschafft, darunter die Behebung von Leistungsproblemen mit dem Altbestand und die Bereitstellung von ausreichend Bandbreite für die Kunden. Das OTN ermöglicht flexiblen Zugriff auf die Dienste und unterstützt eine starke Nutzung durch Endgeräte, vereinfachte Datenverarbeitung und ein effizientes Management von Betrieb und Wartung. Im Ergebnis bedeutet das für die ÖBB einen Wettbewerbsvorteil in der operativen Steuerung. Darüber hinaus wird das neue OTN zur kontinuierlichen Verbesserung von Produkten und Dienstleistungen der ÖBB beitragen.

0 Leser

(0 Durchschnittliche Bewertung)

Gefällt Ihnen der Beitrag? Bewerten Sie ihn!

0/500

Schreiben Sie Ihren Kommentar zu diesem Artikel!
Absenden

0  Kommentare

    Weitere Kommentare

      Ihre Bewertung war erfolgreich.

      Ihr Kommentar ist erfolgreich abgesendet.

      Bewertung fehlgeschlagen.

      Übertragung fehlgeschlagen.

      Bitte schreiben Sie zuerst Ihren Kommentar.